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Bauvorhaben Regenrückhaltebecken Troisdorf

Sicherer Umgang mit Starkregen

BRENDEBACH INGENIEURE

Es war eine der größten Baustellen in Troisdorf: der Stauraumkanal und das angrenzende Regenrückhaltebecken an der Mülheimer Straße. BRENDEBACH INGENIEURE hat mit der Planung und der örtlichen Bauüberwachung unterstützt.

Durch diverse bauleitplanerische Umgestaltungen und Kapazitätenerweiterungen am zentral gelegenen Industrie Stadtpark Troisdorf wurde eine hydrodynamische Ist- und Prognoseberechnung des Kanalnetzes für unbelastetes Abwasser (Regenwasser) durch BRENDEBACH INGENIEURE erforderlich. 

Damit die steigenden Wassermengen auch künftig ordnungsgemäß aufgenommen und zwischengespeichert werden können, um dann verzögert abzufließen, wurden in der Mülheimer Straße als Teil A des Gesamtkonzeptes rund 640 Meter neuer Stauraumkanal aus Stahlbeton mit einer Breite von 4,25 Meter und einer Höhe von bis zu 2 Meter verlegt. Er erweitert die vorhandene Regenentwässerung im Bereich des Industrie Stadtparks, um für die ordnungsgemäße Entwässerung dringend erforderliches Rückhaltevolumen zu schaffen. Zur kontrollierten Einleitung des Regenwassers in einen externen Ableitungskanal wurden spezielle technische Einbauten eingesetzt, die alle an das Prozessleitsystem der örtlichen Kläranlage angeschlossen wurden. 

Die Baumaßnahme wurde in der Zeit von Mitte April 2011 bis Anfang August 2012 durchgeführt und war geprägt von diversen Besonderheiten. Zur Reinigung der Fließsohle wurden ein Schwalldrosselschieber sowie ein Kaskadenwehr verbaut. Gleichzeitig dienen diese Verschlussorgane im Havariefall zum Abschiebern des Systems und ermöglichen so die Umleitung des belasteten Regenwassers in den benachbarten Schmutzwasserkanal. Zudem mussten zur Querung einer vorhandenen Gleisanlage und einer Starkstromtrasse detaillierte Planungen von Trogbauwerken erstellt werden. 

In Zusammenhang mit dem Kanalstauraum stand eine weitere Großmaßnahme des Tiefbaus, die Errichtung der Regenrückhaltung U-Kanal Teil B. Nach den Aushubarbeiten entstand eine Baugrube von 60 Meter Durchmesser und neun Meter Tiefe, um Platz zu bieten für ein Regenrückhaltebecken von 12.500 Kubikmeter Fassungsvermögen auf einer Grundfläche von 2.400 Quadratmetern. Es wurden 3.500 Kubikmeter Stahlbeton und 675 Tonnen Bewehrungsstahl verbaut. Das Becken hat eine 40 Zentimeter starke Betondecke erhalten, die von 60 Stützen getragen wird. Darauf ist ein großzügiger Platz für Außenveranstaltungen vor der Stadthalle in Troisdorf entstanden. Vom Bürostandort Troisdorf aus hatten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von BRENDEBACH INGENIEURE direkten Blick auf diese außergewöhnliche Baumaßnahme. 

Das neue Rundbecken dient dazu, das vorhandene Entwässerungsnetz zusätzlich zu entlasten und ist im Nebenschluss an den neuen Kanalstauraum angeschlossen. Der maximale Zufluss ins Becken beträgt 5.000 Liter pro Sekunde. Über einen Rechteck-Zuleitungskanal sowie ein schwimmgesteuertes Klappenwehr wird der Abschlag in das Regenrückhaltebecken realisiert. Besondere Herausforderung bei der Umsetzung war, die Bauaktivitäten unter Berücksichtigung der unmittelbar benachbarten Maßnahme zur Gesamterschließung des Areals rund um die Stadthalle Troisdorf zu koordinieren. Ähnliche und viele andere Projekte sind die Herausforderung an unseren Fachbereich Tiefbau. 


Artikel erschienen in der Top Sommerausgabe 2020

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