Die Kommunen Siegen-Wittgensteins

Text: Christina Spill (www.die-satzkiste.de), Melanie Heider, Kommunen

Die Kommunen Siegen-Wittgensteins

Auf den Spuren der Geschichte

Der Top Guide für Siegen-Wittgenstein – alle Kommunen, Heimatgeschichten und Zukunftspläne im Überblick.


SIEGEN

Das „Krönchen“ auf der Turmspitze der Nikolaikirche in der Oberstadt war ein Geschenk von Johann Moritz von Nassau-Siegen. 1652 wurde er in den Reichsfürstenstand erhoben. Dieses besondere Ereignis „krönte“ der Landesherr mit der Schenkung eines vergoldeten Meisterwerks der Schmiedekunst: einer vergoldeten eisernen Krone. 1993 musste ein Replikat angefertigt werden, das Original hängt heute im Eingangsbereich der Kirche.

Fakten:

  • Einwohner: 101.943 (31.12.2020)
  • Fläche: 114,69 km2
  • Lage: Lage: 267 m über NN
  • Erst-Erwähnung: 1079

Namensherkunft:

Der Name der Stadt Siegen leitet sich ab vom Flussnamen „sieg“, dieser geht zurück auf das althochdeutsche Verb „sigan“, mittelhochdeutsch „sigen“ für „fallen“ oder „fließen“. Erste urkundliche Erwähnungen des Ortes Sigena reichen bis in das Jahr 1079 zurück. Aufgrund der ersten Überlie- ferungen des Gewässernamens Segen (832), Sigin (1048) sowie Siga(m), Sega und Sege im 11. und 12. Jahrhundert wird ein germanischer Ursprung erwogen. Die Gründung der Stadt verliert sich allerdings im Dunkel der Geschichte. Als offizieller Beleg gilt ein Dokument aus dem Jahr 1224, in dem von einer „neu errichteten Stadt Siegen“ (lateinischer Wortlaut: oppidi Sige de novo constructi) die Rede ist. Die Stadt erinnert daran mit der Feier des 800-jährigen Stadtjubiläums im Jahr 2024.

Schon gewusst?

Mit Steigungen von 1:10 war die im Jahr 1910 eröffnete Siegener Oberstadtbahn deutschlandweit einmalig und wurde von der Siegener Kreisbahn betrieben. Allerdings fand sie in der Bevölkerung keine Akzeptanz – die Wagen fuhren meistens leer. Im Volksmund kursierte schnell die Scherzfrage: „Vorne wat on henne wat on e d’r Medde nix! Wat es dat?“ Gemeint war die Oberstadtbahn: vorne der Fahrer, hinten der Schaffner und in der Mitte keine Fahrgäste. Mit Beginn des ersten Weltkriegs wurde der Betrieb 1914 eingestellt – und nie wieder aufgenommen.

Schon gewusst?

Der Name der Sandstraße geht auf einen Mühlenteich am Fuße der Oberstadt (heute: Kölner Tor), zurück. Er war rund 300 Meter lang und bis zu 100 Meter breit. Am Ufer standen eine Beutelmühle, eine Schrotmühle, zwei Walkmühlen sowie eine Schneidmühle. Gebildet hatte er sich durch den Wasserreichtum der Flüsse im Siegener Stadtgebiet – der Sieg, Weiß, Alche und Leimbach. Da auch Sand und Gestein angeschwemmt wurden, nannte der Volksmund den schmalen Uferstreifen „Aufm Sand“. Ihren heutigen Namen trägt die Sandstraße offiziell seit 1867. Der Teich wurde im Jahr 1887 trockengelegt.

Nächster Halt: Zukunft

Der Abriss des Herrengarten-Komplexes, dem zweigeschossigen Einkaufszentrum aus dem Jahr 1977 in der Unterstadt, stellt die Vollendung und Ergänzung des Projekts „Siegen – Zu neuen Ufern“ dar. Die geplante neue öffentliche Grünanlage knüpft an die Historie des einstigen „Lustgartens“ an. Johann Fürst Moritz zu Nassau-Siegen hatte hier ab 1678 einen der schönsten frühbarocken Gärten seiner Zeit anlegen lassen. Im Park sollen verschiedene Räume mit unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten entstehen. Im November begann zunächst die Entkernung.

Aktuelles:

„Auf den Spuren von Fürst Johann Moritz“
Führung des Siegerlandmuseums jeden 4. Sonntag im Monat um 14.30 Uhr Dauer: ca. 1,5 Stunden
Teilnahme gemäß Coronaschutzregeln und nach Anmeldung unter siegerlandmuseum@siegen.de (bis Freitag um 12 Uhr) oder telefonisch im Siegerlandmuseum 0271 23041-13


WILNSDORF

Der etwa 16 Meter hohe Förderturm in Niederdielfen ist sichtbares Denkmal für den Erzbergbau im Siegerland. Dabei stand der Förderturm ursprünglich auf dem Gelände des ehemaligen Julianschachtes in Bensberg (Bergisch Gladbach) und zog erst 1995 an seine heutige Stätte um – die Grube „Grimberg“ (1807 bis 1911). Ihr eigener Förderturm wurde nach Stilllegung – wie alle anderen im Siegerland – abgerissen. Im Schachtgebäude befindet sich eine Ausstellung, die Einblicke in die Arbeitswelt und den Alltag der Bergleute gibt und sich mit der Geschichte der Grube Grimberg befasst. Zudem lockt ein Blick durch Panzerglas in den Schacht.

Fakten:

  • Einwohner: 21.091
  • Fläche: 72,04 km2
  • Lage: Von 290 – 579m ü. NN
  • Erst-Erwähnung: 1185

Namensherkunft:

Der namensgebende Ortsteil Wilnsdorf wird als „Willelmesdorf“ erstmals im Jahre 1185 in einer Urkunde König Heinrichs VI. erwähnt und blickt damit auf eine mehr als 800-jährige Geschichte zurück. Seit dem 16. Jahrhundert erzählt die Legende, dass in der Nähe von Wilnsdorf der sagenumwobene „Wieland der Schmied“ gelebt und gearbeitet haben soll. Deshalb trug Wilnsdorf in alter Zeit auch den Namen „Wielandisdorf “.

Schon gewusst?

Am Autohof Wilnsdorf ist mit der Autobahnkirche Siegerland ein architektonisches Schmuckstück zu finden. Seit ihrer Einweihung im Jahr 2013 hat sie schon viele Reisende zur Rast und zum Gebet eingeladen und wurde mehrfach für ihre außergewöhnliche Architektur ausgezeichnet. Sie ist bundesweit die 40. ihrer Art und wurde ausschließlich aus Spenden finanziert.

Schon gewusst?

Glück auf! Wer auf den Spuren der Bergmänner wandeln möchte, ist auf dem historischen Wanderweg rund um die Kalteiche genau richtig. Er führt u.a. vorbei an der Grube Ratzenscheid, der ältesten, urkundlich erwähnten Grube des Siegerlandes (1298) sowie Abzweigungen zu Stollenmundlöchern. Auch das Museum Wilnsdorf macht die Welt des Bergbaus erlebbar – neuerdings sogar mit Virtual Reality (VR)-Brille. Besucher können in einem echten Grubenwagen Platz nehmen und in die virtuelle Welt der „Grube Landeskrone“eintauchen – dem ältesten Dampfmaschinenstandort des Siegerlandes untertage und bedeutenderen Bleierzgruben. Top Fun Fact in Sachen „Technik anno dazumal“: Für den Weitertransport des abgebauten Eisenerzes die Kalteiche hinauf gab es der Überlieferung nach in der heutigen Wilnsdorfer Ortsmitte ein Pferdeumspannwerk von Warm- auf Kaltblüter.

Nächster Halt: Zukunft

Produkte Wilnsdorfer Unternehmen kommen bundes- und weltweit zum Einsatz – u.a. wird in Motorräumen der Werftindustrie oder aktuell bei der Sanierung des Flughafens Nürnberg auf die Lüftungstechnik der Firma KHS Schadek gesetzt, einer der größten Lebensmittelhändler hat die Abfallsammler der Firma Stumpf Metall zum Standard erklärt, so ziemlich alle bekannten Automarken verbauen Karosseriebaugruppen von Meleghy Automotive und die Feuerwehr rückt mit Einsatzfahrzeugen der Firma Iturri aus.


BURBACH

Mit der freien Basaltblockhalde findet sich im Naturschutzgebiet „Großer Stein“ eine geologische Besonderheit für die Region. Erlebbar sind die vielen Naturschätze der offiziellen Masterkommune „100 Prozent Klimaschutz“ auf den beiden Rothaarsteig-Spuren „Trödelsteinpfad“ (ca. 10 km) und „Romantischer Hickengrund – Literatur in der Natur“ (ca. 25 km) sowie entlang der acht (von neun) ZukunftsWERTEN Orte auf der Radtour „Über die Dörfer“ (ca. 27 km) oder an den drei ZukunftsWERTEN Wasserorten im Gemeindegebiet.

Fakten:

  • Einwohner: 14.913 (31.12.2020)
  • Fläche: 79,72 km2
  • Lage: 380 über NN
  • Erst-Erwähnung: 1219

Namensherkunft:

Die erste schriftliche Erwähnung des Namens ‘de Burbach’ stammt aus dem Jahr 1219. Mit absoluter Sicherheit lässt sich die Herkunft des Ortsnamens Burbach allerdings nicht mehr feststellen. Sehr wahrscheinlich ist allerdings, dass er sich von „Burgbach“ ableitet. Der Gewässername wiederum dürfte sich auf die eisenzeitliche Wallburg beziehen, deren Spuren südlich von Burbach bis heute sichtbar sind. In diesem Gebiet entspringt auch der Burbach.

Schon gewusst?

Die denkmalgeschützte Evangelische Kirche Burbach (Bj. 1774-1776) thront über dem Kernort „auf dem Römer“ – denn so lautet der Name des Felsens, auf dem die Kirche steht. Gemeinsam mit dem über 300 Jahre alten Amtshaus Alte Vogtei bildet sie den historischen Ortskern Burbachs.

Schon gewusst?

Wer schon immer mal hinter die Kulissen des Siegerland-Flughafen schauen wollte, sollte die Erlebnis-Führungen nicht verpassen. Den Teilnehmern werden spannende Einblicke in die Welt des Fliegens gewährt. Ganz nebenbei lassen sich Starts und Landungen beobachten. Die Besichtigungen sind als Economy-, Business- und First-Class-Paket mit Rundflug und 3-Gänge-Menü buchbar.

Nächster Halt: Zukunft

2016 wurde das Museum Leben und Arbeiten ausgeräumt und damit der Startschuss für eine Sanierung und Neuausrichtung gesetzt. Nun ist der denkmalgerechte Umbau der Alten Vogtei zum Besucher-, Begegnungs- und Erlebniszentrum demnächst abgeschlossen (Eröffnung: Frühjahr 2022). Künftig sind in dem über 300 Jahre alten Amtshaus u.a. die Tourist-Information, das Naturpark-Tor sowie die kulturhistorische Ausstellung des Heimatvereins zu finden. Ein Highlight der Ausstellung „Gemeinsam Burbach“ in der neuen Alten Vogtei wird das „Haus im Haus“ sein. Durch den Umbau der Zehntscheune hat auch der Backes einen neuen Standort erhalten: oberhalb des Brunnens vor der Alten Vogtei entstand ein Neubau mit angeschlossenem Café. Frisches Brot gibt es immer am letzten Samstag im Monat.

Visualisierung: BOK + Gärtner GmbH


NEUNKIRCHEN

Auf der Mahlscheid standen um etwa 400 v. Chr. keltische Wallburgen, die – ebenso wie der Hohenseelbachskopf und der rund fünf Kilometer entfernte Druidenstein – bedeutende Kultstätten der Kelten waren. Die durch vulkanische Aktivität entstandenen Basaltkuppeln sind heute zum Teil noch zu sehen. Es gelten jedoch Betretungsvorschriften während der Wachstums- und Brutperiode.

Fakten:

  • Einwohner: ca. 13.350
  • Fläche: 39,6 km2
  • Lage: 270m über NN
  • Erst-Erwähnung: 1288

Namensherkunft:

In einer Urkunde aus dem Jahr 1288 wird ein Geistlicher – „dominus Ludewicus, viceplebanus in Nunkirchen“ erwähnt. Diese Namensnennung lässt den Rückschluss zu, dass Neunkirchen im Jahr 1288 über eine Kirche verfügt hat, die dem Ort seinen Namen gegeben hat.

Schon gewusst?

Neunkirchen hat einen der prominentesten Verkehrskreisel des Siegerlandes: Die Insel in Zeppenfeld wird mit viel Herzblut von zwei Heimatfreunden gepflegt und den Jahreszeiten entsprechend bepflanzt. Bei besonderen Anlässen packt der ganze Heimatverein an und schmückt das Areal mit Maibaum, Weihnachtsbaum oder Adventskranz. Für dieses Engagement hat der Heimatverein 2020 den mit 5.000 Euro dotierten Heimatpreis der Gemeinde Neunkirchen erhalten. Mit einem Aprilscherz der besonderen Art erlangte der Kreisel im vergangenen Jahr auch über die Landesgrenzen hinaus Berühmtheit: Um der heimischen Wildschweinplage angeblich Herr zu werden, wurde ein Hochsitz inmitten des Kreisels errichtet und besetzt.

Schon gewusst?

Die evangelische Kirche in Neunkirchen ist bereits das dritte Kirchengebäude an dem exponierten Standort im Alten Dorf Neunkirchens. Die zuvor genutzte Kirche war während des 30-jährigen Krieges entstanden. Aufgrund massiver Schäden des Turms folgte 1902 die Grundsteinlegung für das neue Kirchengebäude. Bereits ein Jahr später wurde sie eingeweiht. Ihr Motiv ziert auch das Etikett des eigenen Fairtrade-Kaffees „Neunkirchener Bohne“ und der fairen Schokolade „Neunkirchener Kakao-Bohne“, die über den Weltladen Neunkirchen in der Fairtrade-Gemeinde erhältlich sind.


NETPHEN

Die Köhlerei hat im Siegerland eine lange Tradition – 2014 wurde das Köhlerhandwerk ins bundesweite Verzeichnis der Deutschen UNESCO-Kommission aufgenommen. In Walpersdorf befindet sich einer der letzten Meilerplätze der Region. Im Laufe des Sommers werden dort drei bis vier Meiler aufgebaut. Der Walpersdorfer Kohlenmeiler ist Bestandteil des Köhlerpfades: Auf diesem Rundweg lernen große und kleine Besucher anhand von Infotafeln mehr über das traditionelle Handwerk zur Herstellung von Holzkohle.

Fakten:

  • Einwohner: 23.393
  • Fläche: 137,39 km2
  • Lage: 300m über NN
  • Erst-Erwähnung: 1239 Wasserburg Hainchen

Namensherkunft:

Im Jahr 1239 wird der Ort als „de Nepphe“ zum ersten Mal erwähnt, im Jahr 1257 als „Netphe“. Der Ortsname wird mit dem Grundwort -apa gebildet und beruht auf dem Gewässernamen der heutigen Netphe, ursprünglich wohl natapa. Das Bestimmungswort „nat-“ aus dem Germanischen weist auf eine Bedeutung im Sinne von „nass“ oder „benetzen“ hin. Netphen wird auch als „Keilerstadt“ bezeichnet. Das Wort Keiler ist Ausdruck der Weidmannssprache (Jägersprache) und bezeichnet einen Eber. Der wiederum ist Teil des Stadtwappens und geht auf das älteste erhaltene Siegerländer Gerichtssiegel aus dem Jahr 1467 zurück. Es gehörte den “Schöffen tzo Netfe ind Irmgarteichen”.

Schon gewusst?

Der weltweit erste Motoromnibus fuhr am 18. März 1895 und eröffnete damit die Motorbuslinie auf der Strecke Siegen-Netphen-Deuz. Gleichzeitig war er das erste Nutzfahrzeug, das von der Firma Benz hergestellt wurde. Die mögliche Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h hat der 5-PS-Benzinmotor auf den schlechten Siegerländer Straßen vermutlich nie erreicht. Ein verkehrstüchtiger Nachbau kann in einem Glaspavillon am Deuzer Bahnhof bewundert werden.

Schon gewusst?

Die Wasserburg Hainchen ist die einzige erhaltene Höhenwasserburg im südwestfälischen Raum. Das im Jahr 1290 erstmals urkundlich erwähnte Gebäude erlebte seine Blütezeit zu Beginn des 16. Jahrhunderts, als die Herren von Bicken sie zu einem stattlichen Wohnsitz ausbauten. Im 19. Jahrhundert verfiel die Burg allmählich. Dank des tatkräftigen Engagements des Siegerländer Burgenvereins als Träger und des Vereins zur Erhaltung der Wasserburg Hainchen, ist die Burg heute größtenteils barrierefrei und dient mit Tagungsraum, Übernachtungsmöglichkeiten und Trauzimmer als Veranstaltungsort. Ein Spielplatz und eine Seilbahn im Wald sowie die benachbarte Gastronomie REMISE runden den Tagesausflug ab.

Eine echte Rarität befindet sich im Inneren: die älteste Türe des Siegerlandes – ein Rundbogenportal aus Eichenholz mit Wappen und Jahreszahl 1557.


HILCHENBACH

Fakten:

  • Einwohner: 15.276 (Stand 31. August 2021)
  • Fläche: 80,85km2
  • Lage: 310 – 678 über NN
  • Erst-Erwähnung: 1292

Namensherkunft:

Die erste schriftliche Erwähnung Hilchenbachs findet sich in einer Urkunde aus dem Jahr 1292, in dem die Gräfin Agnes von Nassau dem Kloster Keppel eine Mühle samt Grundbesitz nahe Heylichinbach schenkte. Zwischen 1292 und 1500 finden sich in 53 Urkunden zehn unterschiedliche Schreibweisen vor allem für den ersten Teil des Ortsnamens – von „Heylichinbach“ über „Helchinbach“ bis zu „Helchenbach“. Die Deutungen reichen dabei von „kleinem, rauschenden, fließenden Gewässer“ bis zum althochdeutschen „heilag“, „heilac“ und dem mittelhochdeutschen „heilec“ für „heilig“, was auf eine am Bach gelegene, heilige Kultstätte hinweisen würde. Am wahrscheinlichsten gilt jedoch, dass zu dem Wort –bach als Bestimmungswort der Personenname Helicho hinzukam und somit auf besondere Besitzansprüche als „Gewässer des Helicho“ verweist.

Schon gewusst?

Die Ginsburg wurde im 13. Jahrhundert auf den Resten eines Vorgängerbaus errichtet. Bis ins 15. Jahrhundert hinein diente sie dem Haus Nassau als Grenzfeste zur Sicherung des Territoriums und als Gerichtssitz. Im April 1568 traf sich Wilhelm von Oranien-Nassau dort mit seinen Beamten, Offizieren und Getreuen, um die Befreiung der Niederlande von der spanischen Herrschaft zu planen und vorzubereiten – der Auftakt des 80-jährigen Krieges, an dessen Ende 1648 die Unabhängigkeit der Niederlande stand. Zum Ende des 17. Jahrhunderts verlor die Burg ihre militärische Bedeutung, die Ginsburg verfiel zur Ruine. Erst in den 60er-Jahren begann die Entschut- tung und der Wiederaufbau. Heute ist die Anlage deutsch-niederländische Gedenkstätte, Ort unterschiedlicher kultureller Veranstaltungen, außerschulischer Lernort, lokales Ausflugsziel und Aussichtspunkt. Der Verein zur Erhaltung der Ginsburg arbeitet aktuell daran, das Hilchenbacher Wahrzeichen zur barrierefrei erreich- und erlebbaren Höhenburg umzugestalten, wechselnde Ausstellungen und neue Räumlichkeiten inklusive. Möglich machen es Förderungen des Landes Nordrhein-Westfalen.

Schon gewusst?

Das erste Bier im heutigen Sinne wurde wohl im 14. Jahrhundert im Siegerland gebraut – eine Urkunde aus dem Jahr 1316 zeugt von der Bierherstellung im Stift Keppel in Hilchenbach. Auch der heutige Begriff ‚Stahl‘ geht mit hoher historischer Wahrscheinlichkeit auf die Qualität des einstigen Eisenerzes der Grube Stahlberg in Müsen zurück. Der Stahlberger Eisenstein, auch bekannt unter dem Namen „reiner Müsener Grund“, war wegen seines hohen Mangangehaltes von 14 Prozent ein besonders seltenes und wertvolles Erz. Im Buch „Archiv für Bergbau und Hüttenwesen“ (Band 18, 1829) wird es u.a. als schönes spiegelflächiges Rohstahleisen beschrieben, das sich in jeder Hitze gut schmieden ließ und eine große Härte besaß. Damit wurde es schnell zum Synonym für besonders hochwertiges Eisenerz, das sich einfach weiterverarbeiten ließ.

Nächster Halt: Zukunft

Im Sommer 2020 wurde der neu gestaltete Spielplatz in der Hilchenbacher Herrenwiese eröffnet. Auch der Marktplatz in der Hilchenbacher Innenstadt bekommt demnächst ein neues grünes Gesicht. Geplant ist eine doppelte Linden-Reihe mit Fußweg und Wasserlauf. Im Stadtteil Dahlbruch entsteht unterdessen ein neues Kultur-, Sport und Freizeitzentrum. Die Fertigstellung ist für Ende 2023 geplant.


BAD LAASPHE

Das Schloss Wittgenstein thront hoch über der Stadt. Bereits im 12. Jahrhundert fanden Ritter in der Anlage ihren Unterschlupf, später diente es den Grafen von Wittgenstein als Residenzschloss. Heute ist es staatlich anerkannte private Realschule und Gymnasium mit Internatsbetrieb.

Fakten:

  • Einwohner: 14.273 (30. Juni 2021)
  • Fläche: 136 km2
  • Lage: 300 – 694m über NN
  • Erst-Erwähnung: 1219

Namensherkunft:

Der Name der Stadt Bad Laasphe leitet sich vom gleichnamigen Bach „Laasphe“ ab, an dem die Kernstadt noch heute liegt. Es wird angenommen, dass der Name „Laasphe“ auf das – vermutlich aus dem Keltischen stammende – Wort Lassaffa zurückgeht, was so viel wie „Lachswasser“ oder „Lachsgewässer“ bedeutet. Der Altstadtbrunnen in der Königstraße mit seinen drei Lachsfischern auf der Spitze erinnert an die Namensherkunft, ebenso der rund 300 Meter lange „Fluszgang“ in direkter Nachbarschaft zum Brunnen, der vor rund zehn Jahren im Rahmen eines Kunstprojektes entstand: Das Band aus 279 Granitpflastersteinen mit eingravierten Lachsen ist dem natürlichen Verlauf der Laasphe nachempfunden.

Schon gewusst?

Die evangelische Kirche ist das älteste noch erhaltene Gebäude der Stadt Bad Laasphe mit Gebäudeteilen von 1230. Zuerst entstand das von romanischen Formen geprägte nördliche Seitenschiff mit dem Turm. Das Hauptschiff wurde später, aber wohl noch im 13. Jahrhundert, im frühen gotischen Stil mit dem heutigen Chor angefügt. 1667 wurde die Fürstengruft, die bis 1815 für die Begräbnisse der gräflichen Familie diente, mit der darüber liegenden Kirchschule angebaut.

Schon gewusst?

Der Brunnen in der Altstadt von Bad Laasphe gehört seit 1667 zum Stadtbild. Was viele nicht wissen: es handelt sich bereits um das dritte Bauwerk seiner Art. Zunächst diente er der Versorgung mit Trink und Löschwasser – 1890 wurde er überflüssig und entfernt. Auf Drängen der Bürger hin wurde noch im gleichen Jahr aus Eigenmitteln ein neuer Springbrunnen an selber Stelle erbaut. Die spärliche Nutzung in den wirtschaftlich schwierigen Zeiten zwischen den Weltkriegen führte 1936 zum erneuten Abriss. Mit Gründung der „Bürgeraktionsgemeinschaft Schöne Altstadt“ (BAG) 1985 kamen erneute Wiederaufbaupläne auf. Finanziert durch Spenden und Überschüsse aus Musik- und Altstadtfesten konnte der Altstadtbrunnen 1994 zum dritten Mal feierlich eingeweiht werden. Dank einer speziellen Vorrichtung fließt beim Traditionellen Brunnenfest sogar frisch gezapftes Bosch-Bier aus dem Hahn.

Schon gewusst?

Museumsvielfalt: Das Internationale Radiomuseum in der Bahnhofstraße (coronabedingt geschlossen) zeigt mehr als 1.100 historische Rundfunkgeräte, jahrzehntelang zusammengetragen von Museumsleiter Hans Necker, sowie die Dauerausstellung „Radio Kurios“ mit etwa 400 Exponaten mit originellem Erscheinungsbild. Im Pilzkundlichen Museum im Haus des Gastes können zudem über 900 gefriergetrocknete Pilzarten bestaunt werden.

Nächster Halt: Zukunft

Der Planetenlehrpfad (6 km) im Stadtgebiet ist ein maßstabsgetreues Modell des Sonnensystems (1 : 1.000.000.000) und macht dessen unvorstellbare Ausmaße erlebbar. Die Sonne wird durch eine gelbe Betonkugel mit einem Durchmesser von 1,4 Metern dargestellt. Sie ist von jeder Planetenstation in
der Größe sichtbar, in der die „echte“ Sonne zu sehen wäre. Entstanden ist der Lehrpfad 1998 im Rahmen eines Schulprojektes des Städtischen Gymnasiums.

Online-Tour und Mitmach-Quiz: www.planetenlehrpfad.space


BAD BERLEBURG

Augezeichnet! Bad Berleburg ist der erste Premium-Wanderort NRWs und der dritte in ganz Deutschland. Mit dem begehrten Qualitätszertifikat „Premium-Wanderort“ würdigte das Deutsche Wanderinstitut die Qualität der vier Premiumwanderwege „Wittgensteiner Schieferpfad“, „Via Adrina“, „Via Celtica“ und „Bei de Hullerkeppe“, den Premium-Spazierwanderweg „Märchenspur“ sowie innovative Ideen entlang der Wege, wie beispielsweise die Waldrast, an der sich Wanderer mit Getränken aus dem Erdkühlschrank erfrischen können.

Fakten:

  • Einwohner: 18.904 HW, 20.429 NW (31.08.2021)
  • Fläche: 275,25 km2
  • Lage: 351 – 789 über NN
  • Erst-Erwähnung: 1258 als Berneborg(h)

Namensherkunft:

Die Ortschaft Berleburg wird in den Urkunden des Klosters Grafschaft erstmals 1258 als Berneborg(h) erwähnt. Weder ein Bär noch eine Bärenburg waren dabei wohl namensgebend, auch wenn Meister Petz schon lange mit Berleburg in Verbindung gebracht wird: Der Bär im Stadtwappen ist auf einem Gerichtssiegel des Amtes Berleburg 1569 sowie auf dem Stadtsiegel 1571 zum ersten Mal zu sehen. Sehr nahe liegt, dass das Bestimmungswort „Berle“ von dem Flurnamen „Berlebach“ übernommen worden ist. Es mag damit also nur eine Lautmalerei und allegorische Anspielung der Stadtväter gewesen sein, den Bären als Wappentier für die Stadt einzufügen.

Schon gewusst?

Das DIGITALUM Wittgenstein ist Zukunftswerkstatt und Ort des digitalen Lernens für alle Generationen. Erklärtes Ziel ist die nachhaltige Breitendigitalisierung zum Wohl der gesamten Region. Das Angebot richtet sich an Industrie und Handwerk, Einzelhandel, Gastronomie und Tourismus, Kommunen, Kirchen, Schulen und Vereine. Ab Anfang 2022 sollen die ersten Formate in den bestehenden Räumen des Bildungszentrum Wittgenstein (BZW) angeboten werden.

Schon gewusst?

Der Wisent ist das größte in Europa lebende Landsäugetier. Am 11. April 2013 wurde nach rund zehnjähriger Vorarbeit eine achtköpfige Wisentgruppe in Bad Berleburg in die Freiheit entlassen – ein in Westeuropa einzigartiges Artenschutzprojekt. Parallel dazu eroberte eine zweite Wisent-Herde in einem naturbelassenen Besucherareal zwischen Wingeshausen und Jagdhaus, direkt am Rothaarsteig, ihr neues Zuhause. Ob als direktes Ausflugsziel oder Etappe auf dem Wisentpfad (Rundwanderung: 13,5 k; mit Wisent-Wildnis ca. 17 km) – auf einem rund drei Kilometer langen Rundeweg geht es über Stock und Stein durch das Schaugehege, das einen Blick auf die imposanten Tiere ermöglicht. Festes Schuhwerk wird empfohlen. Daneben steht mit dem „Kleinen Wisent“ ein Abenteuerspielplatz an der Wisent-Wildnis zur Verfügung.

Nächster Halt: Zukunft

KulturKino, KinoHotel und Restaurant: „Das neue CAPITOL“ in der Bad Berleburger Innenstadt wird künftiger Treffpunkt für spannende Blockbuster, Live-Kultur mit Konzerten, Lesungen oder Kabarett sowie Gastronomie und Hotellerie mit elf Zimmern und zwei Suiten. Die Optik der 1950/60er-Jahre bleibt weitgehend erhalten und wird durch moderne Architektur ergänzt. Investor ist die HCK GmbH & Co. KG mit Christian und Kathrin Kocherscheidt. Die Eröffnung ist für Herbst 2022 geplant.

Aktuelles:

Weite Wiesen, rauschende Flüsse, historische Denkmäler: Der neue Imagefilm der drei Kommunen Bad Laasphe, Bad Berleburg und Erndtebrück zeigt die Schönheit der Region und macht Lust auf (Kurz)urlaub in Wittgenstein. Ideengeber und Projektträger ist die TKS Bad Laasphe, die zusammen mit der BLB-Tourismus GmbH und der Gemeinde Erndtebrück das Konzept entwickelt hat. Finanziell gefördert wird die touristische Allianz von der LEADER-Region Wittgenstein. Entstanden sind ein stimmungsvoller Imagefilm zur Region, Kurztrailer aus jeder Kommune sowie 360-Grad-Touren. Hier geht’s zum virtuellen Rundgang:


FREUDENBERG

Die Freudenberger Altstadt fiel im Laufe der Geschichte 1540 und 1666 zwei Bränden zum Opfer. Heute erfreut die im 17. Jahrhundert auf weitgehend unveränderten Grundrissen wiedererrichtete Kleinstadt in Fachwerkbauweise mit 80 Fachwerkhäusern und spitzen Giebeln Besucher aus aller Welt. Einen tollen Ausblick auf die Altstadt und Ev. Stadtkirche – übrigens der älteste erhaltene Sakralbau einer reformierten Gemeinde in Westfalen – bietet das neugestaltete Plateau des Freudenberger Kurparks.

Fakten:

  • Einwohner: 18.419 (01.07.2021)
  • Fläche: 54,48 km2
  • Lage: 295m über NN
  • Erst-Erwähnung: 1389 (Schloss Freudenberg)

Namensherkunft:

Der Name Freudenberg geht auf die einstige Burg Freudenberg zurück. Sie wurde 1389 das erste Mal urkundlich erwähnt (als Schloß Freudenberg), entstand aber mit Sicherheit schon einige Jahrzehnte früher. Im Jahre 1540 zerstörte ein Brand die Burg erheblich. Zwischen 1601 und 1606 wurde einer der Ecktürme in den Bau der damaligen Wehrkirche mit Schießscharten integriert, der heutigen Evangelischen Kirche. Während der Schlossturm als Glockenturm ausgebaut wurde, wurde der untere Teil weiter als Gefängnis genutzt. Ebenfalls erhalten geblieben ist eine kleine Mauer in der Nähe des Schlossparks hinter der Kirche.

Schon gewusst?

Der Alte Flecken versprüht einen besonderen Zauber – besonders in der dunklen Jahreszeit. Wenn die historischen Häuser in den verwinkelten Gassen im sanften Lichterschein an Geschichten aus vergangenen Tagen erinnern, dreht auch Nachtwächter Frieder (Friedhelm Geldsetzer) wieder seine Runden. Die geführten Touren in kleinen Gruppen werden von Herbst bis Frühjahr angeboten.


ERNDTEBRÜCK

Ein einzigartiger Rosengarten entsteht seit 2013 auf dem Alten Friedhof an der Ederfeldstraße: Dank des Engagements von Antje Laues-Oltersdorf und Renate Ludwig-Bernshausen sowie zahlreichen Pflanzenspenden aus ganz Deutschland wachsen dort mittlerweile über 400 verschiedene Rosensorten. Während der Blütezeit sind Führungen nach Absprache möglich. Zudem können Ausläufer und Jungpflanzen für den eigenen Garten erworben werden. Der Zutritt ist kostenlos.

Fakten:

  • Einwohner: 7.232 (30.06.2021)
  • Fläche: 70,98 km2
  • Lage: 490m über NN
  • Erst-Erwähnung: 1256

Namensherkunft:

Erndtebrück (auch Irmgartenbrück) wurde erstmals 1256 erwähnt – für das Jahr 1259 ist die Schreibweise Irmingardibrugke, für 1296 Ermingardibrugge belegt. Der Ortsname setzt sich aus dem althochdeutschen Personennamen Irmingard bzw. Ermingard und der Endung -brück(e) zusammen, sodass der Ortsname mit „Brücke der Ermingard“ zu umschreiben ist. Welche Brücke namensgebend war, lässt sich nicht mehr genau sagen – mit einiger Sicherheit führte sie über die Eder.

Schon gewusst?

Erndtebrück ist seit 1966 Standort der Luftwaffe – genauer: der Hachenberg-Kaserne mit einer von zwei Luftraumüberwachungszentralen in Deutschland. Das Radar (Typ Groundmaster 406 Fixed) auf dem Berg Ebschloh im Gemeindegebiet überwacht mittels elektromagnetischer Impulse und aktiver Transponder-Abfrage den deutschen Luftraum – 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. Die Reichweite beträgt ca. 450 Kilometer; die Fläche der Antenne misst 18 Quadratmeter. Im Herbst 2021 wurde die Verbindung zwischen Gemeinde und Luftwaffenstandort durch eine formelle Patenschaft bestätigt.


KREUZTAL

1893 gab Hermann Hambloch, 1. Vorsitzende der SGV-Abteilung Crombach, die erste Anregung zum Bau eines Aussichtsturms auf dem Kindelsberg (618 m. ü. NN). 1904 gründete sich ein Bauausschuss, 1905 beschloss die Versammlung den Bau in einer Bruchstein-Mauerwerk-Ausführung – Gesamthöhe: 22 Meter. Zwei Jahre später erfolgte bereits die Einweihung. Gesamtkosten: 21.329,92 Mark, davon 18.457,44 Mark für den Turm, die ausschließlich durch Spenden aufgebracht wurden. Über 123 Stufen gelangen Besucher heute auf die Plattform in 20 Metern Höhe.

Fakten:

  • Einwohner: ca. 32.000
  • Fläche: 71,07 km2
  • Lage: 350m über NN
  • Erst-Erwähnung: 1826

Namensherkunft:

Die Stadt Kreuztal hat ihre Wurzeln im heutigen Stadtteil Ferndorf, dem damaligen „Berentraph“ einer der am frühesten urkundlich belegten Siegerländer Orte (1067). Wo einst die Fellinghausener und Ernsdorfer Gemarkung an der Kreuzung der damaligen Wittgensteiner Straße mit der alten Chaussee ins Kölnische zusammenstießen, entstand um 1830 ein Verkehrsmittelpunkt. Das Zentrum wurde 1826 im Taufbuch der Kirchengemeinde Ferndorf erstmals als „Creuzthal“ bezeichnet. Den entscheidenden Anstoß für seine Entwicklung erhielt der Ort durch den Bau der Eisenbahn: 1861 wurde die Ruhr-Sieg-Strecke eröffnet. Kreuztal wurde zum Bahnknotenpunkt. Die folgende starke wirtschaftliche Entwicklung führte dazu, dass der jüngste aller 15 Stadtteile zum Namensgeber rangierte.

Schon gewusst?

Einem Erlass aus dem Jahr 1618 besagt, dass jede Braubetrieb seine eigene Gaststätte brauchte. Krombach profitierte dabei von der Lage an einem Handelsweg. Der Anstieg am „Kölschen Heck“ machte eine Vorspannstation für Pferdefuhrwerke notwendig. Die Fuhrleute nutzten die Rast und kehrten in die Gastwirtschaften ein. 1803 wird die Krombacher Brauerei erstmals urkundlich erwähnt. Ihre Gründung geht auf Johannes Haas zurück, dessen Vater ein Gasthaus im Dorf betrieb. 1896 verkaufte Hermann Haas die Brauerei an Otto Eberhardt, der sie unter dem Namen „Hasbrauerei Eberhardt und Co.“ führte. 1922 übernahm Bernhard Schadeberg sen. die Leitung des Unternehmens, in dem ab ca. 1890 erste Brauversuche dokumentiert sind, ein Pilsener Bier herzustellen – die Geburtsstunde des Krombacher Pils. Seit Generationen in Familienbesitz, ist die Krombacher Brauerei heute die größte deutsche Privatbrauerei und eine der modernsten in Europa. Das berühmte Felsquellwasser® stammt aus einer Vielzahl an Quellen im Rothaargebirge und wird aktuell über etwa 50 eigene Brunnen rund um die Brauerei gewonnen.

Schon gewusst?

Die Vorentwurfsplanung für die Neugestaltung der Marburger Straße wurde bereits im Jahr 2017 erarbeitet. Nun ist die Fertigstellung für 2021/22 vorgesehen. Ziel ist es, die hohe Aufenthaltsqualität des Roten Platzes auf die gesamte Fußgängerzone zu übertragen. Dafür entstehen aktuell u. a. neue Sitzmöglichkeiten und Spielgeräte für Kinder. Der Bereich, der eingeschränkt zum Befahren freigegeben ist, wird in einem hellroten Betonpflaster hergestellt, die restlichen Bereiche in einem etwas dunkleren roten Klinkerpflaster.

Nächster Halt: Zukunft

Die in den 1980er-Jahren erbaute Stadthalle Kreuztal wird aktuell zu einem modernen, neu konzipierten und barrierefreien Bürgerforum umgebaut und erweitert. Die Fertigstellung ist für Mitte 2022 geplant. Danach steht ein gläserner Veranstaltungsraum mit Foyer, Bistro und Lounge zur Verfügung.


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