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Interview: Julia Wildemann

Radverkehrsbeauftragter Thomas Schablack

Radverkehr neu denken

Im Gespräch mit Thomas Schablack, Radverkehrsbeauftragter bei Straßen.NRW in Südwestfalen

Mobilität wandelt sich – also muss sich auch die Planung den neuen Anforderungen an Infrastruktur anpassen. Straßen.NRW bündelt seine Expertise beim Thema Radverkehrsplanung und installiert acht Radverkehrsbeauftragte in den landesweiten Niederlassungen. Wir sprachen mit Thomas Schablack, zuständig für die Region Südwestfalen.

Wie beurteilen Sie den aktuellen Status Quo auf den regionalen Radwegen?

Im Kreis Siegen-Wittgenstein gibt es ein gutes und interessantes Netz an vielfältigen Freizeitrouten für die Radfahrer. An Bundes-, Landes- und Kreisstraßen sind bereits Radverkehrsanlagen vorhanden, doch Verbindungen zwischen den einzelnen Städten und Kommunen, die eine „netzschließende“ Funktion haben, fehlen noch. Deshalb gibt es hier ein großes Potenzial, um auch alltagstaugliche Radwegverbindungen umzusetzen.

Worauf liegt Ihr Fokus als Straßen.NRW-Radverkehrsbeauftragter der Region Südwestfalen?

Zur Region Südwestfalen gehören in unserer Straßen.NRW-Regionalniederlassung neben dem Kreis Siegen-Wittgenstein auch der Kreis Olpe, der Ennepe-Ruhr Kreis, der Märkische Kreis und die kreisfreie Stadt Hagen. Ich stehe als Ansprechpartner für planerische Fragen beim Radwegebau zur Verfügung und bin der Kontakt für die Kommunen, die sich mit der Radverkehrsförderung an den Bundes- und Landesstraßen auseinandersetzen. Wichtig sind die Radverkehrskonzepte der Kreise und Städte. Mit deren Hilfe können wir mögliche Maßnahmen identifizieren, wie wichtige Lückenschlüsse oder einen Ausbau im Zuge von Sanierungen. Mein Ziel ist es, sichere und alltagstaugliche Verbindungen für die Radfahrer zu schaffen und das Angebot, natürlich im Rahmen der verfügbaren Planungskapazitäten und -mittel, zu verbessern.

Wie beurteilen Sie das neu vorgestellte Radverkehrsnetzkonzept des Kreises Siegen-Wittgenstein?

Das Radverkehrskonzept des Kreises Siegen-Wittgenstein ist aus der Zusammenarbeit des Planungsbüros Planersocietät aus Dortmund, den 11 Städten und Gemeinden des Kreises, dem ADFC, den Bürgerinnen und Bürgern und uns als Straßenbaulastträger der klassifizierten Straßen entstanden. Uns bietet sich die Möglichkeit, aus dem durchgängigen Radwegenetz Maßnahmen folgen zu lassen. Einerseits ist es hier wichtig zu schauen, dass man Lücken in Zusammenarbeit mit den Kommunen sinnvoll schließen kann, zum Beispiel mit Mitteln aus dem Bürgerradwegprogramm. Andererseits zeigt das Konzept, auf welchen
Radwegetrassen der Fokus liegt und welche auch umgesetzt werden können – das ist aber immer im Rahmen der verfügbaren Planungskapazitäten und -mittel und entsprechender Genehmigungen zu sehen. Außerdem können folgende Straßensanierungsmaßnahmen mit dem Konzept abgeglichen werden, um vorgesehene Routen eventuell miteinander zu verknüpfen.


Kontakt
Telefon 0209 3808-0
E-Mail kontakt@strassen.nrw.de
www.strassen.nrw.de


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