Top Blog: SIWI liest

Ciao

von Johanna Adorján 

Kiepenheuer & Witsch

ISBN 978-3-462-00171-6

Hans Benedek, einst ein gefragter Feuilletonist, hat seinen Bedeutungsverlust selbst noch gar nicht realisiert. Er wähnt sich weiterhin als Mann von beträchtlichem Einfluss, aber die Zeichen mehren sich, dass sich etwas verändert hat. Als seine Frau ihn auf die Idee bringt, ein Portrait über die gefragteste Feministin des Landes zu schreiben, wittert Hans seine Chance. Doch die Begegnung stürzt ihn in eine tiefe Krise. Ein Roman über Menschen von gestern im heutigen Leben. Übers Älterwerden. Und ein bisschen auch über die Liebe.


Ich denk, ich denk zu viel

Nina Kunz

Klein & Aber

ISBN 978-3-0369-5843-9

Was sollen diese ewigen Gedankenschlaufen? Was haben schlaflose Nächte auf Instagram zu bedeuten? Und wie kann Jean-Paul Sartre bei Panikattacken helfen? Persönlich und präzise schreibt Nina Kunz – Schweizer Kolumnistin des Jahres 2020 – über das Unbehagen der Gegenwart und geht der Frage nach, warum sich ihr Leben, trotz aller Privilegien, oft so beklemmend anfühlt. Ein Buch über Leistungsdruck, Workism, Weltschmerz, glühende Smartphones, schmelzende Polkappen
und das Patriarchat. Nachdenklich, witzig, intelligent!


Diagnose Pan(ik)demie

Das kranke Gesundheitssystem

Dr. med. Friedrich Pürner

Langen Müller Verlag

ISBN 978-3-7844-3602-9

Als Leiter eines Gesundheitsamts in Bayern hat Dr. med. Friedrich Pürner die ersten beiden Corona-Wellen an einem Brennpunkt des Geschehens erlebt. Sein Fazit: Dass Corona zu einer Krise solchen Ausmaßes wurde, liegt nicht in erster Linie an der Gefährlichkeit des Virus, sondern an den
Fehlern in unserem Gesundheitssystem. Die Verschränkung von Politik und Medizin hat seiner Meinung nach teilweise fatale Folgen, die das Virus innerhalb weniger Wochen mehr als deutlich aufzeigte. Die aufrüttelnde Analyse eines Insiders!


Wir können mehr sein

Die Macht der Vielfalt

Aminata Touré

Kiepenheuer & Witsch

ISBN 978-3-462-00061-0

Aminata Touré verbrachte die ersten Jahre ihres Lebens in einer Unterkunft für Geflüchtete, heute ist sie Vizepräsidentin eines Landtags. Dass sich dieser Satz wie eine Heldinnengeschichte liest, zeigt, dass wir noch nicht in einer gleichberechtigten Gesellschaft leben. Ihr Buch handelt von Erfolgen und vom Scheitern und soll aufzeigen, was in diesem Land anders werden muss. Ein Aufruf an junge und diverse Menschen, in die Institutionen zu gehen, um die Politik und unser Zusammenleben zu verändern.


Radikale Selbstfürsorge. Jetzt!

Svenja Gräfen

Eden Books

ISBN 978-3-95910-332-9

Svenja Gräfen hielt Self-Care lange für egoistisch, unsolidarisch und für ein falsches Versprechen der milliardenschweren Wellness-Industrie. Zeit für ein Update: Denn eigentlich ist Selbstfürsorge weder Produkt noch Luxus, sondern Must-do für alle und eine Basis, um auch für andere da sein zu können. In ihrem Buch erzählt die Autorin von eigenen Erfahrungen und macht deutlich, warum Self-Care gerade jetzt so wichtig ist. Weil Selbstfürsorge und Feminismus einander nicht widersprechen, sondern sogar zusammengehören.


Terra Alta

Javier Cercas

S. FISCHER

ISBN 978-3-10-397070-8

Er ist der Sohn einer Prostituierten, sein Zuhause ist die Unterwelt Barcelonas. Melchor Marín arbeitet für ein Drogenkartell und wird bei einer Razzia festgenommen. Als er im Gefängnis von der Ermordung seiner Mutter erfährt, beschließt er, nach dem Absitzen der Strafe Polizist zu werden. Jahre später erschüttert ein Verbrechen die Region Terra Alta, ein
altes Unternehmerpaar wird grausam ermordet. Ein brutaler Raubüberfall? Eine alte Fehde? Als das Kommissariat den Fall ungelöst abschließt, ermittelt Melchor auf eigene Faust.


Carls Buch

Hat der Tod dir etwas genommen, dann gib es zurück

Naja Marie Aidt

Luchterhand Literaturverlag

ISBN 978-3-630-87590-3

2015 kommt Naja Marie Aidts 25-jähriger Sohn Carl bei einem tragischen Unfall ums Leben. „Carls Buch“ hält jene Monate nach dem verheerenden Anruf aus dem Krankenhaus fest. Sehr persönlich, aber gleichzeitig von erstaunlicher Allgemeingültigkeit schreibt die preisgekrönte dänische Schriftstellerin über den Versuch, das Unbegreifliche zu verstehen. Wie wir mit der Tatsache fertig werden, dass das Leben einfach so aufhört. Wie wir Trost finden. Ergreifend, sprachlich brillant, mutig und unvergesslich!


Aber vielleicht wird auch alles gut

Lea Melcher

PIPER

ISBN 978-3-49-206257-2

Emilia ist fast dreißig, single, mittelmäßig glücklich – und sie leidet unter einer Angststörung. Alles fällt ihr schwer: vom Einkaufengehen über soziale Kontakte bis hin zu einem „normalen“ Beruf. Am liebsten verkriecht sie sich in ihrer Wohnung. Doch dann stellt ihre Schwester ihr ein Ultimatum. Also überwindet Emilia sich und beginnt eine Therapie. Im Wartezimmer sitzt ausgerechnet Jack, dem sie eigentlich nie wieder begegnen wollte. Und wie es kommen muss, landen die beiden durch eine Verwechslung in einer Paartherapie.


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